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Wirtschaftsblatt, Sept.17
 

Software-Industrie kämpft gegen Handelsrestriktionen
 

Bettina Stomper
 

Wien/Washington. Die Softwareindustrie hat sich zum gemeinsamen Protest gegen Handelsbarrieren für Verschlüsselungs-Programme formiert. Ed Gillespie, Executive Director der Organisation Americans for Computer Privacy (ACP): "Wir fordern eine weitgehende Reduktion von Exportbeschränkungen für Sicherheitssoftware. Die Handelshemmnisse schädigen die Wettbewerbsfähigkeit der Softwarehersteller.³ In der ACP sind mehr als 100 Unternehmen organisiert, darunter Giganten wie Intel, Microsoft, Cisco, AOL, Adobe und Bell South. Unterstützung bekommen sie von Telekom-Konzernen wie Nokia.

Wassenaar-Abkommen
Grundlage für die Handelshemmnisse ist das 1996 von 33 Staaten geschlossene Wassenaar-Abkommen, das Exportkontrollen für Waffen und für Güter, die sowohl für militärische, als auch für zivile Zwecke verwendet werden können, festlegt. Darunter fällt auch Verschlüsselungssoftware: Besonders drakonische Beschränkungen, die bis zum Exportverbot gehen, haben die USA, Australien, Neuseeland, Rußland und Frankreich verhängt. Die Protestwelle der Softwareindustrie hat die Global Internet Liberty Campaign (GILC), ein Zusammenschluß von internationalen Organisationen, ins Rollen gebracht. Anlaß ist eine diese Woche in Wien beginnende Wassenaar-Expertenrunde. In dem GILC-Protestschreiben wird argumentiert: "Verschlüsselungsprogramme schützen das Bürgerrecht auf vertrauliche Kommunikation.

Courtesy of the author and WirtschaftsBlatt AG

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This page last updated on 21st September 1998

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